Mieterstrom - Bundestag beschließt staatliche Förderung

Um die Nutzung von Sonnenenergie weiter voran zu treiben, hat der Bundestag eine staatliche Förderung für Mieterstrom beschlossen. Als Mieterstrom wird der Strom bezeichnet, der in einem Blockheizkraftwerk oder in einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) auf dem Dach eines Wohngebäudes erzeugt und an Mieter in diesem Wohngebäude geliefert.

Als Mieterstrom wird der Strom bezeichnet, der in einem Blockheizkraftwerk oder in einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) auf dem Dach eines Wohngebäudes erzeugt und an Mieter in diesem Wohngebäude geliefert wird. Diese Stromlieferungen unterliegen in vollem Umfang der EEG-Umlage. Der Vermieter erhält eine Förderung von bis zu 3,8 Cent pro Kilowattstunde. Von den Mietern nicht verbrauchter Strom kann ins Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist oder zwischengespeichert werden.

In der Praxis erzeugt und liefert der Vermieter den Strom oft nicht selbst, sondern schaltet hierfür Energieversorger ein. Mieterstrommodelle sind für die an ihnen beteiligten Akteure wirtschaftlich interessant, weil bei Mieterstrom einige Kostenbestandteile im Vergleich zum Strombezug aus dem Netz nicht anfallen (Netzentgelte, netzseitige Umlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgabe). Davon können die betroffenen Mieter und Vermieter profitieren.

Ziel der Förderung von Mieterstrom ist es, Mieter unmittelbarer als bisher als Akteure der Energiewende zu beteiligen. Darüber hinaus sollen Mieter auch wirtschaftlich profitieren. Zudem kann eine stärkere Verbreitung von Mieterstrommodellen den Photovoltaik-Ausbau steigern und somit helfen, den Ausbau in den Zielkorridor des Erneuerbare- Energien-Gesetzes zurückzuführen. Mehr Dächer statt Freiflächen für die Photovoltaik zu nutzen, hat für die Umwelt ebenso Vorteile.

Weitere Informationen finden Sie hier: Eckpunktepapier Mieterstrom

QUELLE: dpa und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie